Forum der Rutengänger Foren-Übersicht Forum der Rutengänger
Meinungsaustausch über das Rutengehen und Feng Shui
 
 FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste   BenutzergruppenBenutzergruppen   RegistrierenRegistrieren 
 ProfilProfil   Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen   LoginLogin   ImpressumImpressum 

Brunnenbau und Rutengehen

 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Forum der Rutengänger Foren-Übersicht -> Allgemeines
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
brunnibert
Gast





BeitragVerfasst am: 24.04.2008 14:01    Titel: Brunnenbau und Rutengehen Antworten mit Zitat

Hallo liebe Forumsteilnehmer,

ein kleiner Beitrag aus der Praxis:
Ich habe lange Jahre Brunnen mit einer altertümlichen Ausrüstung gebohrt,
hat prima geklappt, aber eines Tags war der Schritt in die Moderne fällig.
Die "neue" Technik funktioniert mit einer sog. umlaufenden Wasserspülung,
d.h. das am Boden des Bohrlochs abgebohrte Material wird ständig von einem Wasserstrom nach oben gespült.
Klappt auch prima,aaaaber mit dem Rutengehen hats ein gewaltiges Problem:
In zielich genau 50% aller Bohrungen, welche von mir mit der Rute gesucht wurden, ereignet sich ein totaler Spülwasserverlust im Untergrund.
Wenn sich der Spülwasserverlust deutlich unterhalb des Grundwasserniveaus ereignet, kann der Bohrung i.d.R. eine enorme Wassermenge entnommen werden.
Ereignet sich das ganze aber oberhalb der Grundwasserlinie, sprich
jeder Kubikmeter Wasser verschwindet im Boden, müssen die Bohrungen teilweise wegen zu hohen Speisewasserbedarfs aus dem Leitungsnetz abgebrochen werden.
Daher meine Detailmeinung:
Unterirdische Klüftigkeiten sind mit der Rute leicht zu orten, müssen aber nicht in jedem Fall mit einer Wasserader gleichzusetzen sein.

Liebe Grüße hasso
Nach oben
Brunnensucher
Gast





BeitragVerfasst am: 25.04.2008 06:53    Titel: Brunnenbauer Antworten mit Zitat

Hallo,
Ihr Beitrag ist sehr interessant. Generell sehe ich die Problematik in der Unterscheidung Wasserader und Grundwasser. Ich suche sowieso gerade Jemand, der einen Brunnen bohren kann und bitte Sie um Ihre Anschrift und Tel. Nr. dann rufe ich Sie gerne an.


Günther

Bis 3.5. bin ich auch direkt erreichbar unter 06441-962954 von 19-20 Uhr
Nach oben
hasso



Anmeldedatum: 24.04.2008
Beiträge: 12
Wohnort: 91126 Schwabach / Bayern

BeitragVerfasst am: 27.04.2008 22:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo lieber Brunnensucher,

zum Thema "Wasserader" habe ich im Brunnenbauerforum das nachfolgende Pamphlet vor einiger Zeit verfaßt. Unter Zuhilfenahme gütiger Nachsicht könnte man es mal mit Erfahrungen Anderer, an der Sache interessiertert sind, vergleichen:

Zitat:

"Hallo Jungs, bin Brunnenbauer von Beruf und neu im Forum.

Die Frage von berd (Gibt es Wasseradern oder nur alles Quatsch? Sinngemäße Fragestellung.) läßt sich nach meiner praktischen Erfahrung mit ja beantworten, es gibt Wasseradern, man kann dieselben auch mit einer Rute orten.

Nur was kann man sich unter einer Wasserader vorstellen? Man erlaube mir einen Beschreibungsversuch:

Die klassische oder echte Wasserader
hat einen mehr oder weniger röhrenförmigen Querschnitt, in dem sich Wasser mit messbarer Geschwindigkeit druck- oder schwerkraftabhängig bewegt. Meist stellt sie einen " Überlauf " eines höher gelegenen Grundwasservorkommens in ein tiefer gelegenes Grundwasserstockwerk dar. Ein Quellaustritt könnte als hangseitiges Ende einer horizontalen Wasserader interpretiert werden.

Die häufigste "Wasserader"
stellt eine unterirdische Klüftigkeit unterhalb des Grundwasserspiegels dar.
Bohrt man eine wasserbestandene Kluft an und führt einen Pumpversuch im offenen Bohrloch durch, kann man einen konzentrierten Wassereinbruch aus der Bohrlochwandung beobachten. Wasser strömt aber nur während des Abpumpens nach, bei Nullförderleistung besteht keine meßbare Stömung aus der Kluft. Klüftigkeiten existieren in eigentlich allen Festgesteinsarten (Fels).

Die Fähigkeit des Rutengehens
ist keineswegs auf einen bestimmten Personenkreis beschränkt. Es scheint sich um eine natürliche Begabung zu handeln, die jeder Interessierte entwickeln kann.
Ein guter Rutengänger läßt sich sein angemessenes Honorar erst nach erfolgreich verlaufener Bohrung andienen.(Wasser in vorausgesagter Menge und Tiefe angetroffen)

Die Rute
an sich ist der Zeiger des Instruments Mensch. Allein macht die Rute eigentlich gar nichts. (Ausnahme Holzgabelrute, die hat es mir mal in einer mir nicht nachvollziehbaren Weise aus meinen Händen gedreht)
Rutenmodelle gibt es "Waschkorbweise", am gängigsten scheint die
L oder Winkelrute zu sein. Häufigstes Material ist ein etwas stärkerer Draht aus einem beliebigen Metall."

Ende des Zitats.

Für die Frage einer Brunnenbohrung würde ich mir eher den Rat eines ortsansässigen Brunnenbauers einholen, weil er mit den lokalen hydrogeologischen Bedingungen in der Regel gut vertraut ist.

Man unterschätze bitte den geologischen Teil einer Brunnenfrage nicht, gleichwohl Geologie allein auch nicht seelig macht.

Ein Regierungsbeamter, welcher fachspezifisch tätig ist, hat einmal gesagt, daß ein " Geognostiker " unter Umständen ein fast besserer Geologe sein könnte.

Zum Schluß noch ein kleines nota:

"Brunnibert und "hasso" sind identisch, als Computernichtkönner habe nicht gleich kapiert, daß ich einen Forumsaccount erst selbst freischalten muß, deswegen habe ich als Gast meinen Spitznahmen "Brunnibert" vorübergehend verwendet.

Liebe Grüße hasso
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Günther
Site Admin


Anmeldedatum: 11.11.2005
Beiträge: 49

BeitragVerfasst am: 28.04.2008 06:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo lieber Hasso,

leider kam ich nicht gleich dazu auf den wirklich guten Beitrag zu reagieren. Dass sich die Weidenrute "selbst" aus der Hand gedreht hat, ist ja gerade das Mysteriöse! Damit lebe ich schon über 20 Jahre, wo ich zum ersten Mal damit konfrontiert wurde. Manche krampfhaft herbeigeführten wissenschaftlichen Erklärungen sind schon fast lachhaft!
Mittlerweile sehe ich es gelassener, nach dem Motto: Man braucht nicht sofort für alles eine Erklärung! Vielleicht maßen wir uns einfach auch nur an, alles beherschen und kontrollieren zu können.
Das ist der Witz an sich! Ich denke Genies, wie Einstein etc. haben uns hier eines Besseren belehrt.
Zur Auffindung der Wasserader hat sich eine Kombination aus Winkel- und Wünschelrute als zuverlässig erwiesen. Natürlich lernt jeder auf seine Weise dazu und manchmal hat man einfach auch nur Glück, dass man auf jemand gestoßen ist, der schon weiter war, wie man selbst.
Die Wahrscheinlichkeit in diesesem Fall steigt natürlich gewaltig, wenn man mit anderen Rutengängern korrespondiert.
Sollten Sie einmal an einem direkten Treffen vor Ort, an einer Bohrstelle interressiert sein, so bin dazu gerne bereit.
Ansonsten kann ich an Ihrer Definition einer Wasserader nichts aussetzen.
Als letzte Frage hätte ich noch anzumerken, wie nutzen Sie Wasseraderkreuzungen?

Herzlicher Gruß

Günther
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
hasso



Anmeldedatum: 24.04.2008
Beiträge: 12
Wohnort: 91126 Schwabach / Bayern

BeitragVerfasst am: 29.04.2008 09:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Günther,

vielen Dank für Ihre Antwort!

Gestatten Sie mir nur eine ganz kurze Stellungnahme ( komme gern noch ausführlicher auf Ihren Beitrag zurück,
habe nur mal schnell zwischendrin in den Rechner geguckt).

Wasseradernkreuze können brunnentechnisch problematisch sein.

Natürlich erhöht sich die Trefferwahrscheinlichkeit, wenn 2 Adern unter einem Bohrpunkt liegen. (Nicht alle Bohrungen nehmen einen lotrechten Verlauf - leider!) Liegen beide Adern (bleiben wir vielleicht einfach mal bei dem Ausdruck) auf der selben Tiefe stellen sie eine reelle Kreuzung dar.

Erreicht die Teufe den Tiefenpunkt der Kreuzung, tritt meist ein völliger Verlust der umlaufenden Bohrspülung ein. Selbst bei Imlochhammerbohrungen kann ein hoher Luftverlust eintreten.

Schlimmer ist der Stabilitätsverlust der Bohrlochwandung, Versturz und Auskolkung wären hier zu berücksichtigen. Die Selbststabilisierung durch den Tonnengewölbeeffekt kann entschieden zurückgehen.

Liegen beide Adern in unterschiedlicher Tiefe ( virtuelle Kreuzung) stehen sie oft unter unterschiedlichen hydraulischen Drücken. Verbindet die Bohrung beide Adernsystheme, besteht Gefahr für dynamische hydraulische Korrespondez (hydraulischer Kurzschluß).

Beide Systheme hätten unter dauerhafter gegenseitiger Beeinflussung zu leiden. Das kann man mit einen Vertikalströmungslog messen, also eine Strömung zwischen den beiden Systhemen.

Ist eine Bodenart grundsätzlich nicht wasserleitfähig
(etwa eine Tonformation), stellt eine Wasserader die fast einzige Möglichkeit zur Wassergewinnung dar. (Eine 25 m tiefe Bohrung im Amaltehenton sollte eigentlich trocken bleiben, läuft aber heute noch.)

Liebe Grüße hasso

p.s. vielleicht klappts heute abend mit ein bischen mehr Ausführlichkeit,
ein paar Punkte gäbs da noch.........
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Forum der Rutengänger Foren-Übersicht -> Allgemeines Alle Zeiten sind GMT
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Administrations-Bereich


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Deutsche Übersetzung von phpBB.de